DAS BIG FIVE MODELL

Die BIG FIVE in der Persönlichkeitspsychologie

Die Persönlichkeit eines Individuums ist eines der meistuntersuchten Merkmale in der psychologischen Forschung. Doch was genau ist eigentlich Persönlichkeit und wie kann man sie erfassen? Mit dieser Frage beschäftigen sich bedeutende Forscher*innen seit vielen Jahren. Das Ergebnis sind zahlreiche Theorien, Modelle und Persönlichkeitstests, um das menschliche Aushängeschild möglichst umfassend und differenziert zu erheben.

Eines der wichtigsten und fundiertesten Modelle zur Erfassung der menschlichen Persönlichkeit ist das BIG FIVE Modell. Hierbei handelt es sich nach übereinstimmender Expertenmeinung um DAS Standardmodell der modernen Persönlichkeitspsychologie. Tausende von hochwertigen, empirischen Studien bestätigen immer wieder aufs Neue die hohe Qualität des BIG FIVE‑Modells und dessen Überlegenheit gegenüber anderen Ansätzen.

Entstehung und Geschichte der BIG FIVE

Das BIG FIVE Modell ist eines der meisterforschten Modelle der modernen Persönlichkeitspsychologie. Auf der Basis dieses Modells sind auch viele einflussreiche BIG FIVE Persönlichkeitstests entstanden, wie der LINC PERSONALITY PROFILER. Bereits in den 1930er Jahren beschäftigten sich renommierte Psychologen wie Gordon W. Allport oder Harry S. Odbert mit der wissenschaftlichen Zusammensetzung von Persönlichkeit und legten mit ihrem lexikalischen Ansatz den Grundstein für das heutige BIG FIVE Modell.

Die BIG FIVE auf einen Blick

Die BIG FIVE wurden in den letzten 90 Jahren systematisch untersucht, validiert, weiterentwickelt und in zahlreichen Studien angewandt sowie evaluiert. Durch diese kontinuierliche Forschungsarbeit konnte die Präzision und Genauigkeit des Modells immer weiter verfeinert werden. Insbesondere die Weiterentwicklungen von P.T. Costa & R. R. McCrae sowie Lewis R. Goldberg (Goldberg, 1993) zogen große Aufmerksamkeit auf sich. Costa und McCrae konstruierten außerdem einen sehr einflussreichen BIG FIVE Persönlichkeitstest, den NEO-PI-R (Costa & McCrae, 1992). Trotz seines Einflusses und erreichten Bekanntheitsgrades, wird der NEO-PI-R jedoch eher selten in der Praxis eingesetzt. Dieser Umstand lässt sich auf die Komplexität sowie die anwenderunfreundliche Darstellung und Erhebungsmethodik des BIG FIVE Persönlichkeitstests zurückführen.

Aufgrund dieser und einer Vielzahl anderer, aufschlussreicher Forschungen, erlangte das Konzept der BIG FIVE eine enorme Relevanz in der Persönlichkeitspsychologie und leitete schlussendlich eine Wende innerhalb des gesamten Forschungszweigs ein. So setzte sich das BIG FIVE Modell Anfang der 1990er als neues führendes Paradigma der Persönlichkeitspsychologie durch und bedingt heute jeglichen professionellen Umgang mit der menschlichen Persönlichkeit. So sind die BIG FIVE auch ein Gütekriterium professionaler Persönlichkeitstests.

Die BIG FIVE in der Persönlichkeitspsychologie

Die Persönlichkeit eines Individuums ist eines der meistuntersuchten Merkmale in der psychologischen Forschung. Doch was genau ist eigentlich Persönlichkeit und wie kann man sie erfassen? Mit dieser Frage beschäftigen sich bedeutende Forscher*innen seit vielen Jahren. Das Ergebnis sind zahlreiche Theorien, Modelle und Persönlichkeitstests, um das menschliche Aushängeschild möglichst umfassend und differenziert zu erheben.

Eines der wichtigsten und fundiertesten Modelle zur Erfassung der menschlichen Persönlichkeit ist das BIG FIVE Modell. Hierbei handelt es sich nach übereinstimmender Expertenmeinung um DAS Standardmodell der modernen Persönlichkeitspsychologie. Tausende von hochwertigen, empirischen Studien bestätigen immer wieder aufs Neue die hohe Qualität des BIG FIVE‑Modells und dessen Überlegenheit gegenüber anderen Ansätzen.

Entstehung und Geschichte der BIG FIVE

Das BIG FIVE Modell ist eines der meisterforschten Modelle der modernen Persönlichkeitspsychologie. Auf der Basis dieses Modells sind auch viele einflussreiche BIG FIVE Persönlichkeitstests entstanden, wie der LINC PERSONALITY PROFILER. Bereits in den 1930er Jahren beschäftigten sich renommierte Psychologen wie Gordon W. Allport oder Harry S. Odbert mit der wissenschaftlichen Zusammensetzung von Persönlichkeit und legten mit ihrem lexikalischen Ansatz den Grundstein für das heutige BIG FIVE Modell.

Die BIG FIVE auf einen Blick

Die BIG FIVE wurden in den letzten 90 Jahren systematisch untersucht, validiert, weiterentwickelt und in zahlreichen Studien angewandt sowie evaluiert. Durch diese kontinuierliche Forschungsarbeit konnte die Präzision und Genauigkeit des Modells immer weiter verfeinert werden. Insbesondere die Weiterentwicklungen von P.T. Costa & R. R. McCrae sowie Lewis R. Goldberg (Goldberg, 1993) zogen große Aufmerksamkeit auf sich. Costa und McCrae konstruierten außerdem einen sehr einflussreichen BIG FIVE Persönlichkeitstest, den NEO-PI-R (Costa & McCrae, 1992). Trotz seines Einflusses und erreichten Bekanntheitsgrades, wird der NEO-PI-R jedoch eher selten in der Praxis eingesetzt. Dieser Umstand lässt sich auf die Komplexität sowie die anwenderunfreundliche Darstellung und Erhebungsmethodik des BIG FIVE Persönlichkeitstests zurückführen.

Aufgrund dieser und einer Vielzahl anderer, aufschlussreicher Forschungen, erlangte das Konzept der BIG FIVE eine enorme Relevanz in der Persönlichkeitspsychologie und leitete schlussendlich eine Wende innerhalb des gesamten Forschungszweigs ein. So setzte sich das BIG FIVE Modell Anfang der 1990er als neues führendes Paradigma der Persönlichkeitspsychologie durch und bedingt heute jeglichen professionellen Umgang mit der menschlichen Persönlichkeit. So sind die BIG FIVE auch ein Gütekriterium professionaler Persönlichkeitstests.

FORSCHUNGEN ZU DEN BIG FIVE

Tausende von Studien

Die bedeutende Relevanz der BIG FIVE sticht besonders im Bereich der Forschung heraus. Fast schon explosionsartig sprießen seit der wachsenden Prominenz der BIG FIVE weltweit tausende von Studien hervor. Ein Ende scheint nicht in Sicht – jedes Jahr kommen mehrere hunderte Untersuchungen zu den Zusammenhängen und Auswirkungen der BIG FIVE-Ausprägungen für die unterschiedlichsten Bereiche hinzu. Aus der Fülle der Studien zu den BIG FIVE heben sich vier wichtige Forschungsbereiche besonders hervor:

Tausende von Studien

Die bedeutende Relevanz der BIG FIVE sticht besonders im Bereich der Forschung heraus. Fast schon explosionsartig sprießen seit der wachsenden Prominenz der BIG FIVE weltweit tausende von Studien hervor. Ein Ende scheint nicht in Sicht – jedes Jahr kommen mehrere hunderte Untersuchungen zu den Zusammenhängen und Auswirkungen der BIG FIVE-Ausprägungen für die unterschiedlichsten Bereiche hinzu. Aus der Fülle der Studien zu den BIG FIVE heben sich vier wichtige Forschungsbereiche besonders hervor:

1. Internationale Übertragbarkeit und interkulturelle Beständigkeit

Umfangreiche Beiträge liefern eindeutige Evidenz zu der Übertragbarkeit auf andere Nationalitäten. In nahezu allen Ländern, Kulturen und Sprachräumen, stellen die BIG FIVE das beste Modell zur Darstellung und Beschreibung der Persönlichkeit dar. (Vgl. z.B. Caprara & Perugini, 1994; Piedmont & Chae, 1997; Na & Marshall, 1999; Katigbak, Church & Akamine, 1996).

2. Zeitliche Stabilität

Die Ergebnisse von umfangreichen Langzeitstudien zeigen eine klare Tendenz: Etwa ab dem 20. Lebensjahr weisen die BIG FIVE Ausprägungen einer Person eine starke Stabilität auf, die über die gesamte Lebensdauer weitestgehend bestehen bleibt (Vgl. z.B. Borghuis et al., 2017; Schäfer, 2017; Soldz & Vaillant, 1999). Schwankungen in den BIG FIVE Faktoren können durch einschneidende Lebensereignisse hervorgerufen werden, eine gänzlich veränderte Struktur in den BIG FIVE Dimensionen der Persönlichkeit ist jedoch eher unwahrscheinlich (Cobb-Clark & Schurer, 2012; Specht, Egloff & Schmukle, 2011).

1. Internationale Übertragbarkeit und interkulturelle Beständigkeit

Umfangreiche Beiträge liefern eindeutige Evidenz zu der Übertragbarkeit auf andere Nationalitäten. In nahezu allen Ländern, Kulturen und Sprachräumen, stellen die BIG FIVE das beste Modell zur Darstellung und Beschreibung der Persönlichkeit dar. (Vgl. z.B. Caprara & Perugini, 1994; Piedmont & Chae, 1997; Na & Marshall, 1999; Katigbak, Church & Akamine, 1996).

2. Zeitliche Stabilität

Die Ergebnisse von umfangreichen Langzeitstudien zeigen eine klare Tendenz: Etwa ab dem 20. Lebensjahr weisen die BIG FIVE Ausprägungen einer Person eine starke Stabilität auf, die über die gesamte Lebensdauer weitestgehend bestehen bleibt (Vgl. z.B. Borghuis et al., 2017; Schäfer, 2017; Soldz & Vaillant, 1999). Schwankungen in den BIG FIVE Faktoren können durch einschneidende Lebensereignisse hervorgerufen werden, eine gänzlich veränderte Struktur in den BIG FIVE Dimensionen der Persönlichkeit ist jedoch eher unwahrscheinlich (Cobb-Clark & Schurer, 2012; Specht, Egloff & Schmukle, 2011).

3. Entstehung der BIG FIVE Ausprägungen

Bei der näheren Beleuchtung der Entstehung der fünf Superfaktoren der Persönlichkeit, stößt man unter Psychologen auf das altbekannte Anlage-Umwelt Problem. Dieses beinhaltet die Frage, ob psychologische Merkmale durch biologische Faktoren, wie zum Beispiel genetische Vererbung, bedingt oder durch Sozialisationsprozesse geformt werden. Aufschlussreiche Erkenntnisse aus so genannten „Zwillingsstudien“ zeigen, dass circa 50% der BIG FIVE Ausprägungen einer Person durch die genetische Veranlagung bestimmt werden. Die übrigen 50% hingegen durch Umwelteinflüsse und Sozialisationsprozesse (Jang, Livesley & Vernon, 1996; Vernon et. al, 2008).

4. Zusammenhänge zwischen BIG FIVE und anderen Faktoren

Der vierte und vielleicht spannendste Forschungsbereich befasst sich mit der Korrelation, also dem Zusammenhang der BIG FIVE mit anderen Faktoren, die unser Denken, Fühlen und Verhalten beeinflussen.

Die BIG FIVE nehmen unter anderem Einfluss auf:

BIG FIVE PERSÖNLICHKEITSTEST VERSUS TYPOLOGISCHE MODELLE

Die Darstellung der Diversität sowie der Masse von Studien im Zusammenhang mit dem BIG FIVE Modell lassen erahnen, welch bisher unantastbaren Stellenwert die BIG FIVE genießen. Trotz dieser enormen Überlegenheit gegenüber anderen Ansätzen, gibt es neben den BIG FIVE Persönlichkeitstests bis heute eine Gruppe von Instrumenten, die sich hartnäckig auf dem Markt halten. Hierzu gehören vor allem die so genannten typologischen Ansätze. Warum diese Ansätze im Vergleich zu dem BIG FIVE Modell vehement zu kritisieren und zu verwerfen sind, soll im Folgenden noch einmal deutlich werden.

Persönlichkeitsanalysen, die auf typologischen Ansätzen beruhen, bedienen sich häufig dem so genannten „Barnum-Effekt“ (auch Forer-Effekt). Das bedeutet, dass Typentests die Persönlichkeit mit Aussagen beschreiben, die auf den ersten Blick differenziert und individuell wirken, letztendlich aber überhaupt keine Aussagekraft besitzen, da sie für alle Menschen gleichermaßen gelten. Ein Beispiel hierfür wäre eine Aussage wie „Ich empfinde es als anstrengend mit streitlustigen Kollegen in einem Team zu arbeiten“. Eine solche Aussage bewegt sich auf dem Niveau von Horoskopen. Es handelt sich hier um Statements und Formulierungen, die so gewählt sind, dass sich möglichst jeder irgendwie darin wiederfinden kann.

Die Darstellung der Diversität sowie der Masse von Studien im Zusammenhang mit dem BIG FIVE Modell lassen erahnen, welch bisher unantastbaren Stellenwert die BIG FIVE genießen. Trotz dieser enormen Überlegenheit gegenüber anderen Ansätzen, gibt es neben den BIG FIVE Persönlichkeitstests bis heute eine Gruppe von Instrumenten, die sich hartnäckig auf dem Markt halten. Hierzu gehören vor allem die so genannten typologischen Ansätze. Warum diese Ansätze im Vergleich zu dem BIG FIVE Modell vehement zu kritisieren und zu verwerfen sind, soll im Folgenden noch einmal deutlich werden.

Persönlichkeitsanalysen, die auf typologischen Ansätzen beruhen, bedienen sich häufig dem so genannten „Barnum-Effekt“ (auch Forer-Effekt). Das bedeutet, dass Typentests die Persönlichkeit mit Aussagen beschreiben, die auf den ersten Blick differenziert und individuell wirken, letztendlich aber überhaupt keine Aussagekraft besitzen, da sie für alle Menschen gleichermaßen gelten. Ein Beispiel hierfür wäre eine Aussage wie „Ich empfinde es als anstrengend mit streitlustigen Kollegen in einem Team zu arbeiten“. Eine solche Aussage bewegt sich auf dem Niveau von Horoskopen. Es handelt sich hier um Statements und Formulierungen, die so gewählt sind, dass sich möglichst jeder irgendwie darin wiederfinden kann.

In den folgenden Aspekten sind BIG FIVE Persönlichkeitstests
typologischen Modellen überlegen:

Messgenauigkeit von Persönlichkeitsanalysen

Die Messgenauigkeit ist ein essenzielles Qualitätskriterium in der psychologischen Diagnostik. Persönlichkeitstests, die auf dem BIG FIVE Modell basieren, wie beispielsweise der NEO-PI-R oder der LINC PERSONALITY PROFILER (LPP), erfüllen dieses Qualitätskriterium in einem sehr hohen Maß. Eine valide Messung ist bei anderen Verfahren zur Messung der Persönlichkeit nicht gegeben. Freudenstein et al. setzt das Ergebnis der Messleistung von Persönlichkeitstests, die nicht auf dem BIG FIVE Modell basieren, mit einem Münzwurf gleich (2019). Experten der Persönlichkeitspsychologie sind sich daher einig: Bei wichtigen Entscheidungen – wie etwa im Bereich Human Ressource – ist davon abzuraten Typentests einzusetzen. Prof. Dr. Cornelius König und Prof. Dr. Bernd Marcus sagen über ein bekanntes typologisches Persönlichkeitsmodell: „…es fehlen empirische Belege. Solange solche Evidenz nicht vorliegt, kann der Test weder für Entwicklungs- noch für Auswahlzwecke empfohlen werden.“ Wissenschaftlich fundierte Persönlichkeitserfassung fußt heutzutage fast ausschließlich auf dem BIG FIVE Modell; entsprechend sollte auch in der Praxis auf Persönlichkeitstests gesetzt werden, die auf dem BIG FIVE Modell basieren.

Differenziertheit und Aussagekraft

Das Ergebnis von BIG FIVE basierten Persönlichkeitstests ist ein differenziertes und aussagekräftiges Persönlichkeitsprofil, das die Individualität von Personen so exakt abbilden kann wie ein menschlicher Fingerabdruck. Andere Modelle können der Komplexität der menschlichen Persönlichkeit nicht in diesem Maße gerecht werden. Die oberflächliche Einteilung in nur wenige Kategorien führt eher zu Stereotypisierung und Einheitsdenken. Prof. Dr. Adam Grant zieht hieraus ein aufschlussreiches Fazit: „Handlesen und Horoskope können auch zu Einsichten führen. Das bedeutet aber nicht, dass wir über diese Dinge auf der Arbeit in unseren Teams sprechen sollten.” Ein solches Vorgehen konterkariert den eigentlichen Nutzen von Persönlichkeitstests: Differenzierung der Persönlichkeit, Selbstreflexion und persönliches Wachstum.

Fundierung und Forschungslage

Die BIG FIVE wurden auf wissenschaftlicher Basis dutzende Male validiert, bestätigt, verfeinert und geschärft. Hierzu wurde eine Vielzahl von Datensätzen und Erhebungen eingesetzt, die den heutigen Stellenwert des BIG FIVE Modells eindeutig rechtfertigt. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Forschung zu den BIG FIVE Faktoren sind präzise, belastbar und gegenüber anderen Verfahren eindeutig überlegen. Der renommierte Professor Dr. Uwe Kanning sagt über die Nutzung anderer Persönlichkeitsmodelle Folgendes: „Kein Mensch würde auf die Idee kommen, die mechanischen Schreibmaschinen wieder aus dem Keller zu holen und mit Ihnen anstatt moderner PCs zu arbeiten. Im Bereich der Persönlichkeitstests passiert aber genau das: Es werden Verfahren eingesetzt, die seit Jahrzehnten als überholt gelten.“

In den folgenden Aspekten sind BIG FIVE Persönlichkeitstests
typologischen Modellen überlegen:

Messgenauigkeit von Persönlichkeitsanalysen

Die Messgenauigkeit ist ein essenzielles Qualitätskriterium in der psychologischen Diagnostik. Persönlichkeitstests, die auf dem BIG FIVE Modell basieren, wie beispielsweise der NEO-PI-R oder der LINC PERSONALITY PROFILER (LPP), erfüllen dieses Qualitätskriterium in einem sehr hohen Maß. Eine valide Messung ist bei anderen Verfahren zur Messung der Persönlichkeit nicht gegeben. Freudenstein et al. setzt das Ergebnis der Messleistung von Persönlichkeitstests, die nicht auf dem BIG FIVE Modell basieren, mit einem Münzwurf gleich (2019). Experten der Persönlichkeitspsychologie sind sich daher einig: Bei wichtigen Entscheidungen – wie etwa im Bereich Human Ressource – ist davon abzuraten Typentests einzusetzen. Prof. Dr. Cornelius König und Prof. Dr. Bernd Marcus sagen über ein bekanntes typologisches Persönlichkeitsmodell: „…es fehlen empirische Belege. Solange solche Evidenz nicht vorliegt, kann der Test weder für Entwicklungs- noch für Auswahlzwecke empfohlen werden.“ Wissenschaftlich fundierte Persönlichkeitserfassung fußt heutzutage fast ausschließlich auf dem BIG FIVE Modell; entsprechend sollte auch in der Praxis auf Persönlichkeitstests gesetzt werden, die auf dem BIG FIVE Modell basieren.

Differenziertheit und Aussagekraft

Das Ergebnis von BIG FIVE basierten Persönlichkeitstests ist ein differenziertes und aussagekräftiges Persönlichkeitsprofil, das die Individualität von Personen so exakt abbilden kann wie ein menschlicher Fingerabdruck. Andere Modelle können der Komplexität der menschlichen Persönlichkeit nicht in diesem Maße gerecht werden. Die oberflächliche Einteilung in nur wenige Kategorien führt eher zu Stereotypisierung und Einheitsdenken. Prof. Dr. Adam Grant zieht hieraus ein aufschlussreiches Fazit: „Handlesen und Horoskope können auch zu Einsichten führen. Das bedeutet aber nicht, dass wir über diese Dinge auf der Arbeit in unseren Teams sprechen sollten.” Ein solches Vorgehen konterkariert den eigentlichen Nutzen von Persönlichkeitstests: Differenzierung der Persönlichkeit, Selbstreflexion und persönliches Wachstum.

Fundierung und Forschungslage

Die BIG FIVE wurden auf wissenschaftlicher Basis dutzende Male validiert, bestätigt, verfeinert und geschärft. Hierzu wurde eine Vielzahl von Datensätzen und Erhebungen eingesetzt, die den heutigen Stellenwert des BIG FIVE Modells eindeutig rechtfertigt. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Forschung zu den BIG FIVE Faktoren sind präzise, belastbar und gegenüber anderen Verfahren eindeutig überlegen. Der renommierte Professor Dr. Uwe Kanning sagt über die Nutzung anderer Persönlichkeitsmodelle Folgendes: „Kein Mensch würde auf die Idee kommen, die mechanischen Schreibmaschinen wieder aus dem Keller zu holen und mit Ihnen anstatt moderner PCs zu arbeiten. Im Bereich der Persönlichkeitstests passiert aber genau das: Es werden Verfahren eingesetzt, die seit Jahrzehnten als überholt gelten.“

DER LPP ALS MODERNER BIG FIVE PERSÖNLICHKEITSTEST

Bidimensional BIG FIVE – Die Weiterentwicklung des BIG FIVE Modells für die Praxis

Bereits seit längerer Zeit fordern einflussreiche Wissenschaftler eine zeitgemäßere Ausrichtung des BIG Five Modells. Hierzu gehört unter anderem die Forderung nach einer bipolaren Ausprägung der BIG FIVE (Grant, 2013). Die Überlegung der Bipolarität des BIG FIVE Modells wurde für die Konzeption des LINC PERSONALITY PROFILERS (LPP) aufgegriffen und auf der Basis des Ursprungsmodells umgesetzt. So wurde für den LPP ein exklusiver Fragebogen entworfen, der die fünf Faktoren der Persönlichkeit „bipolar“ misst. Durch die bidimensionale Struktur wird also nicht nur beispielsweise die Dimension Extraversion, sondern auch der entsprechende Gegenpol, in diesem Falle „Introversion“ gemessen.

Positive Formulierung der BIG FIVE Dimensionen

Das Ursprungsmodell der BIG FIVE weist an einigen Stellen ein stark wissenschaftlich-basiertes Wording auf und ist nicht immer sofort verständlich und zugänglich. Aus diesem Grund wurden die Begriffe des BIG FIVE Modells für den LINC PERSONALITY PROFILER punktuell angepasst und „alltagstauglich“ gemacht. Zudem wurden tendenziöse Bezeichnungen (wie z.B. „Neurotizismus“) bewusst vermieden. Die neu entstandene Alltagstauglichkeit hat einen enormen Einfluss auf die Anwendbarkeit in der Praxis. Die positive Konnotation des Wordings trägt zudem zu einer wertschätzenden Darstellung individueller Merkmalsausprägungen bei.

Messung auf Facettenebene

Das BIG FIVE Modell ist ein so genanntes hierarchisches Persönlichkeitssystem. Das bedeutet, dass die fünf übergreifenden BIG FIVE Faktoren von weiteren Bausteinen definiert werden, die eine Ebene unter den Haupt-Dimensionen liegen. Diese Ebene umfasst jeweils sechs Facetten. Die individuellen Ausprägungen auf der Facettenebene ergeben ein differenziertes Persönlichkeitsmuster, welche wiederum „aus den gewohnheitsmäßigen Erlebens- und Verhaltensweisen einer Person“ resultieren (Ostendorf & Angleitner, 2004). Durch diesen hierarchischen Aufbau des BIG FIVE Modells ist eine sehr differenzierte und präzise Analyse der Persönlichkeit möglich.

Der LPP nutzt zur Erfassung der Charaktereigenschaften von Personen die gesamte hierarchische Struktur des BIG FIVE Modells und bindet sowohl die BIG FIVE Dimensionen , als auch die darunterliegenden Facetten mit in den Persönlichkeitstest ein. Das Ergebnis ist eine differenzierte und umfassende Analyse der individuellen Charaktereigenschaften von Personen auf der Basis des besten und fundiertesten Persönlichkeitsmodells der Psychologie.

Screenshots aus dem LPP Ergebnisbericht zu der Messung von Persönlichkeit auf Facettenebene
Screenshots aus dem LPP Ergebnisbericht zu der Messung von Persönlichkeit auf Facettenebene

Messung auf Facettenebene

Das BIG FIVE Modell ist ein so genanntes hierarchisches Persönlichkeitssystem. Das bedeutet, dass die fünf übergreifenden BIG FIVE Faktoren von weiteren Bausteinen definiert werden, die eine Ebene unter den Haupt-Dimensionen liegen. Diese Ebene umfasst jeweils sechs Facetten. Die individuellen Ausprägungen auf der Facettenebene ergeben ein differenziertes Persönlichkeitsmuster, welche wiederum „aus den gewohnheitsmäßigen Erlebens- und Verhaltensweisen einer Person“ resultieren (Ostendorf & Angleitner, 2004). Durch diesen hierarchischen Aufbau des BIG FIVE Modells ist eine sehr differenzierte und präzise Analyse der Persönlichkeit möglich.

Der LPP nutzt zur Erfassung der Charaktereigenschaften von Personen die gesamte hierarchische Struktur des BIG FIVE Modells und bindet sowohl die BIG FIVE Dimensionen , als auch die darunterliegenden Facetten mit in den Persönlichkeitstest ein. Das Ergebnis ist eine differenzierte und umfassende Analyse der individuellen Charaktereigenschaften von Personen auf der Basis des besten und fundiertesten Persönlichkeitsmodells der Psychologie.

Screenshot aus dem LPP Ergebnisreport mit der Übersicht der BIG FIVE Dimensionen

Erfassung mittels Forced Choice Format

Der LPP nutzt ein sogenanntes ipsatives Antwortformat, auch „forced choice“ genannt. Das bedeutet, dass immer eine bestimmte Anzahl an Aussagen zu einer bestimmten Fragestellung präsentiert werden, aus denen der Anwender dann wählen muss, welche davon am besten auf ihn zutreffen. Bei dem LPP kann der Anwender aus fünf Antwortmöglichkeiten drei auswählen. Im Gegensatz zu anderen Antwortformaten, die eine jeweils separate Bewertung einzeln präsentierter Aussagen verlangen, ist das ipsative Antwortformat weniger anfällig gegenüber bewussten Verzerrungen (z.B. Bartram, 2005; Bartram, 2007; Brogden, 1954; Christiansen, Burns & Montgomery, 2005; Jackson, Wroblewski & Ashton, 2000; Norman, 1963). Zudem entspricht das ipsative Format mehr den natürlichen und realistischen Entscheidungsprozessen, in denen man üblicherweise mit mehreren Optionen konfrontiert ist (Brown & Maydeu-Olivares, 2013).

Anschauliche Darstellung mit Grafiken

Der LINC PERSONALITY PROFILER ist ein zeitgemäßer BIG FIVE Persönlichkeitstest zur Erfassung eines individuellen Persönlichkeitsprofils. Zeitgemäß deshalb, weil er nicht nur forschungsaktuelle Themen wie zum Beispiel die Forderung nach Bidimensionalität des Modells aufgreift und auch umsetzt. Sondern auch, weil der LPP durch moderndes Design überzeugt. Die ansprechende und gut verständliche Vermittlung der Darstellung von Persönlichkeit, sorgt für eine erhöhte Anwenderakzeptanz. Die Nutzer werden nicht durch „fachchinesische“ oder komplexe Inhalte und Begrifflichkeiten abgeschreckt, sondern mittels treffenden und inspirierenden Texte überzeugt. Die ansprechende Gestaltung weckt im Idealfall zudem das Interesse, sich mit dem Thema Persönlichkeit auseinanderzusetzen und stößt die Selbstreflexion an.

Anschauliche Darstellung mit Grafiken

Der LINC PERSONALITY PROFILER ist ein zeitgemäßer BIG FIVE Persönlichkeitstest zur Erfassung eines individuellen Persönlichkeitsprofils. Zeitgemäß deshalb, weil er nicht nur forschungsaktuelle Themen wie zum Beispiel die Forderung nach Bidimensionalität des Modells aufgreift und auch umsetzt. Sondern auch, weil der LPP durch moderndes Design überzeugt. Die ansprechende und gut verständliche Vermittlung der Darstellung von Persönlichkeit, sorgt für eine erhöhte Anwenderakzeptanz. Die Nutzer werden nicht durch „fachchinesische“ oder komplexe Inhalte und Begrifflichkeiten abgeschreckt, sondern mittels treffenden und inspirierenden Texte überzeugt. Die ansprechende Gestaltung weckt im Idealfall zudem das Interesse, sich mit dem Thema Persönlichkeit auseinanderzusetzen und stößt die Selbstreflexion an.

Relevante Praxisthemen

Ein Alleinstellungsmerkmal des LPPs ist die Verbindung von Praxistauglichkeit und wissenschaftlicher Fundierung. Die hybride Konzeption des Persönlichkeitsinventars schafft es, neben der wissenschaftlichen Basis des BIG FIVE Modells, gleichzeitig eine hohe Anwenderfreundlichkeit durch anschauliche Grafiken und ein optisch ansprechendes Design zu erzielen. Dies ist auch der Grund, für die stetig wachsende Nachfrage und Nutzung des LPPs und dessen Varianten. Eine zufriedene Kundin sagt über den LPP Folgendes: „Die wissenschaftliche Basis von LINC bietet (…) eine wertvolle Qualitätssicherung, und unsere Kunden und Kundinnen geben ausschließlich positives Feedback zu dem ausführlichen und sehr praxisorientierten LINC-Ergebnisdossier, das wir ihnen im Anschluss an den Beratungstag zusammen mit zahlreichen weiteren Unterlagen mit auf den Weg geben.“

Weitere Stimmen über den LINC PERSONALITY PROFILER finden Sie hier:

LPP Referenzen

Wollen Sie mehr über LINC, unsere Persönlichkeitstests und die Zertifizierungen erfahren? Weitere Infos finden Sie in unserer Broschüre „Alles über LINC“.

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