Coaching 2030 – Wie sieht die Zukunft des Coachings aus? Prof. Dr. Carsten Schermuly –preis­ge­krönter Professor für Wirtschafts­psy­cho­logie an der SRH-Hochschule Berlin sowie Trainer, Organi­sa­ti­ons­be­rater und Speaker in der Unter­neh­mens­praxis – und seine Kolleg*innen wagen mit Ihrer umfang­rei­chen Trend­studie den Blick in die Glaskugel. Jedoch befragen sie kein Orakel, sondern insgesamt mehr als 800 Expert*innen: Coaches, Personaler*innen, Coaching-Ausbil­dungs­in­sti­tute, Coaching­ver­bands­mit­glieder und Coaching-Klient*innen. Im Podcast der Inter­na­tional Coaching Federa­tion berichtet Prof. Dr. Carsten Schermuly über die Erkennt­nisse der Trend­studie.

Welche Verän­de­rungen sehen Experten für Coaching vorher? Laut der Trend­studie sind Verän­de­rungen vor allem auf die Digita­li­sie­rung zurück­zu­führen: Wird Coaching also „durch-digita­li­siert“? Nein, nicht vollständig, beruhigt Prof. Dr. Carsten Schermuly. Er erwartet nicht, dass der face-to-face-Coachings auf ihr sicheres Ende zusteuern. Dennoch mahnt er, den aktuell coronabe­dingten Trend hin zu Online-Coachings nicht für eine Seifen­blase zu halten, die „nach Corona“ einfach wieder zerplatzt. Ganz im Gegenteil zieht er aus den zahlrei­chen Inter­views mit Experten, dass Corona einen nachhal­tigen Effekt auf die Coaching­branche haben wird:

Ich glaube schon daran, dass es eher eine Illusion ist, dass sich das digitale Ruder jetzt zurück­drehen lässt, dass man einfach sagen kann: Okay, wir machen jetzt einfach an der Stelle weiter, wo wir im Februar [2020] aufgehört haben. Ich glaube, das ist eine Illusion. Auch weil viele Coaches, aber auch die Einkäufer, aber auch die Klien­tinnen und Klienten durchaus gute Erfah­rungen [mit Online-Formaten] gesammelt haben.“ (Prof. Dr. Carsten Schermuly, ab Minute 08:21).

Das LINC COACHING BOARD greift genau diese Erfahrung von zahlrei­chen Prakti­kern auf. Es bietet Coaches eine digitale Plattform, über die sie ihre Klient*innen in einem geschützten digitalen Raum treffen können und gemeinsam mit ihm oder ihr das persön­liche Anliegen über den gesamten Coaching­pro­zess hinweg bearbeiten: Nachdem sie den Video-Call über das Board öffnen, definieren sie gemeinsam die Frage­stel­lung sowie die Ziele für die Coaching­sit­zung und halten sie direkt im Board fest, um immer wieder dorthin zurück­ge­langen zu können. Im Laufe des Coachings gelingt es dem*r Klienten*in mithilfe von gängigen, im Board digital umgesetzten Coachings­me­thoden und Kommu­ni­ka­ti­ons­mo­dellen, seinen oder ihre höchst persön­liche Lösung zu erarbeiten. Zum Abschluss der Sitzung halten Coach und Klient*in konkrete To Dos bis zur nächsten Sitzung fest. Diese bleiben (wie alle übrigen Eingaben) für die folgenden Sitzungen gespei­chert, um zu jedem Zeitpunkt den persön­li­chen Raum wieder zu betreten und nahtlos anzuknüpfen.

Die Zukunfts­vi­sion, wie sie Prof. Dr. Carsten Schermuly und die 800 befragten Expert*innen der Trend­studie für die Coaching­branche vorher­sehen, rückt damit zum Greifen nahe. Und bereits heute das eigene Portpolio um Online-Formate zu ergänzen und die eigenen Online-Coachings auf profes­sio­nelle Beine zu stellen, dürfte sich daher für Coaches und Trainer*innen auszahlen, die in der Glaskugel selbst mitspielen wollen, anstelle lediglich stiller Beobachter von außen zu sein.

 

P.S.: Für alle, die weiter­lesen möchten: Die gesamte Trend­studie von Prof. Dr. Carsten Schermuly und Kolleg*innen finden Sie in Training aktuell 12/20, Dezember 2020, Seite 6–9. Für alle Mitglieder von Training aktuell sogar kosten­frei 🙂

 


Über die Autorin:

Luisa Popp ist seit Oktober 2020 als Wirtschafts­psy­cho­login bei der LINC GmbH tätig. Sie studierte Wirtschafts­psy­cho­logie im Bachelor und Manage­ment und Human Resources im Master jeweils an der Leuphana Univer­sität Lüneburg.


 

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